Die Wirtschaft erholt sich nur langsam von dem Coronavirus und einige Einrichtungen werden die Krise gar nicht überleben. Auch den Stahlkonzern Thyssenkrupp hat die gesamte Coronasituation stark zugesetzt. Bereits in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres musste der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp rund 1,3 Milliarden Euro Verlust verlauten. Auch, wenn immer mehr Lockerungen eingeführt werden und das Leben langsam wieder in normalen Bahnen verläuft, ist für Thyssenkrupp noch keine Besserung in Sicht.

 Das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres, welches von 2019 bis 2020 stattfindet, hat den Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp noch tiefer in die roten Zahlen gezogen. Schon eine ganze Weile kriselte das Unternehmen und die Corona-Pandemie ist ein weiterer Sargnagel. So teilte das Unternehmen mit, dass die Covid-19-Situation vor allem das Automobil- sowie Stahlgeschäft belastete. Hinzu kommen deswegen noch Kosten für die Neuausrichtung. Das Minus von Januar bis Ende März lag bereits bei 948 Millionen Euro. Hinzu kam noch das erste Geschäftsjahr, also gemeinsam mit dem vierten Quartal 2019, welches den Verlust auf insgesamt 1,3 Milliarden Euro ansteigen ließ.

 

Seit einigen Jahren in der Krise

Nicht erst seit der Corona-Pandemie hat es der Stahlkonzern Thyssenkrupp schwer, sondern bereits seit einigen Jahren. So sank der Umsatz im Zeitraum von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent. Dadurch reduzierte sich der Umsatz auf etwa zehn Milliarden Euro. Zusätzlich fiel der Auftragseingang um acht Prozent ab, auf knappe 9,5 Milliarden Euro. Dazu ein Blick auf das Vorjahr. Im gleichen Zeitraum nahm Thyssenkrupp rund 240 Millionen Euro ein, wohingegen die Verluste bei 80 Millionen Euro lagen. Hierbei handelt es sich um bereinigte operative Ergebnisse. 

Es gibt aber auch einen kleinen Lichtblick, denn eher positiv verlief das Geschäft in der Aufzugsparte. Jedoch hat Thyssenkrupp vor, jene an Finanzinvestoren zu verkaufen. Die daraus entstehenden 17,2 Milliarden Euro möchte das Unternehmen zum Abbau der hohen Verschuldung einsetzen. Leider sieht es für den Stahlgiganten auch im zweiten Halbjahr nicht sonderlich gut aus, sogar vom Gegenteil ist die Rede. Die Umsätze werden noch weiter zurückgehen, wie das Unternehmen selbst mitteilte. Es sei „wahrscheinlich“, dass bis Ende Juni ein Verlust im hohen dreistelligen Millionenbereich stattfinden wird. Im News Portal wurden sogar die Stimmen von bis zu einer Milliarde Euro laut.